Exzenterschraube Hinterradbremse

    Team

      Exzenterschraube Hinterradbremse

      Hallo Leute,

      anfang des Monats war ich zur HU bei unserer hiesigen Prüfstelle. Dabei hat der Prüfer unter anderem bemängelt, dass die Hinterradbremsen unregelmäßig und zu schwach sind.

      Also habe ich die Bremsen aufgemacht, durchgepustet, unter den Gummitüllen des Radbremszylinder nach austretender Bremsflüssigkeit geschaut und die Beläge/Trommeln sauber gemacht. Danach habe ich die Bremsen eingestellt (Bremse mit Exzenter festgestellt und dann langsam losgedreht bis sich das Rad grade wieder drehen ließ). Das hat auch einiges gebracht, er hat schon fühlbar stärker gebremst und ich dachte es wäre alles gut.

      Heute war ich dann allerdings zur Nachprüfung, da hat sich auf dem Prüfstand dann aber gezeigt, dass die rechte Bremse immer noch um einiges schwächer war als die Linke. Da momentan nicht viel los war, hat der Prüfer mir die Möglichkeit gegeben, die Bremsen nochmal nachzustellen. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass sich eine der Exzenterschrauben komplett in die Runde drehen lässt. Da ich dort nichts mehr machen konnte bin ich also zurück gefahren und habe mir die Bremse und speziell die Schraube genauer angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen dass sie vermutlich mal kaputt war und in Marke Eigenbau repariert wurde (siehe Bild).

      Meine Frage ist nun: Kann ich die Exzenterschraube austauschen? In der Explosionszeichnung der Bremse scheinen die ja fest am Bremsträger zu sein.
      Falls das nicht geht, gibt es den Bremsträger einzeln als Ersatz oder muss ich eine alte Hinterachse schlachten? Oder hat noch jemand noch einen Bremsträger/Bremse rumliegen?

      Viele Grüße,
      Florian
      Dateien
      • IMAG0017.jpg

        (1,14 MB, 16 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Hallo

      Du kannst die Exenter einzeln austauschen.

      Hier bekommst du die Ersatzteile

      krause-rennsporttechnik.de/cms/

      überprüfe auch die Hadbremsgabel, das ist die Gabel die oben zwischen den Bremsbacken ist.
      Meistens nutzen die sich ab und die Handbremswerte sind unterschiedlich.
      Du kannst das fehlende Material aufschweißen und mit einer Feile oder Flex anpassen.

      Gruß Peter
      :wink2: Auch meine Schreibfehler könnt Ihr behalten :wink2:



      Kadett B Car 2 LE, Kadett B Cabrio 1,1 , 1955, Chevy Pick Up 1955, Kadett Limo 2,3 Power 147 PS, NSU Prima D,Vespa 1965
      Danke für die Antworten! :)

      @Peter: Ich habe mir einen der Reparatursätze bestellt. Danke für den Tip! Falls das nicht funktionieren sollte, habe ich gesehen, dass es die kompletten Ankerplatten auch noch bei Matz gibt.

      @Hans: Ich hab mir die Gabeln angeschaut, die sehen auch beide noch gut aus. Die Messung der Handbremse hat aber auch ergeben, dass sie noch ausreichend Bremswirkung hat.

      Das Ärgerliche ist aber, dass mir die Nachprüf-Frist abgelaufen ist. Der Prüfer hat über die diversen angegammelten und schlecht gespachtelten Stellen (Schweller, A-Säule) hinweg gesehen.
      Außerdem hat der "Restaurator" des Autos nicht nur die Olympia-Kotflügel gegen Kadett-Kotflügel ausgetauscht (Siehe mein Vorstellungs-Beitrag), sondern diese auch am Übergang zum Schweller nicht richtig befestigt hat. Dort "hängt" das Blech vom Kotflügel leicht versetzt neben der Befestigungsschraube. Dazu meinte er "Ja das kannst du dann ja im Winter richten, da fährst du ja sowieso nicht".

      Da ich nicht riskieren will, dass ein anderer Prüfer nicht so entspannt damit umgeht, muss ich mich dann doch vor einer neuen Prüfung mit dem Blech auseinandersetzen..

      Viele Grüße
      Florian
      Hallo Florian,

      noch eine kurze Anekdote vom letzten TÜV-Besuch und der HR-Bremse:
      Bei mir war es ähnlich: Bremsleistung hinten einseitig ungenügend und damit auch zu ungleichmäßig. Das Einstellen über den Exzenter brachte nur wenig Erfolg, die Gabeln sahen auch noch gut aus und die Trommeln hatten weder Riefen noch waren sie stark eingelaufen. Reinigen, entlüften und nochmals einstellen änderte an der Bremsleistung leider auch nichts. Daraufhin Beläge + RBZ rechts und das ganze Kleinzeugs getauscht (Hebel und Federn) und wieder auf die Rolle gefahren: Bremsleistung immernoch bescheidend und zu ungleichmäßig.
      Nunja, schlussendlich habe ich (eher aus Verzweiflung) einfach mal beide Trommeln vertauscht (also von rechts nach links und umgekehrt) und schon hatte ich auf beiden Seiten die gleiche (hohe) Bremsleistung der linken Bremse. Das ist jetzt gut 15.000km her und er bremst auch weiterhin gleichmäßig. Manchmal liegt der Fehlerteufel an unerklärlicher Stelle. Kannst dir das ja mal im Hinterkopf behalten, falls es rechts weiterhin so schwierig ist.

      Viel Glück bei der Resto,
      Chris
      Hallo Florian,

      Ganz so wie Jezza meint würde ich es nicht machen. Die Beläge fahren sich doch auf die Trommel ein...
      Aber der Gedanke den ich hab ist ähnlich: Überprüf mal die Auflageflächen. Dazu kannste ja die Beläge links und rechts mal in die Trommel halten und nach einem Spalt zwischen Trommel und Belag mit ner kleinen Taschenlampe durch ausleuchten suchen und es mit der anderen Seite vergleichen.

      Wenns die Gabeln nicht sind käme auch noch n schlecht arbeitender Radbremszylinder oder n durchs alter zugequollener Bremsschlauch in Betracht.

      Hermann